Das Buch, das Tochter Paula Kempker mit 400 Piktogrammen illustriert hat, ist einerseits unglaublich still, andererseits erstaunlich voll von zutiefst überraschenden Wort-Bild-Schöpfungen. Ein ganz und gar ungewöhnlicher Text. Muss man zweimal lesen!

Wuppertaler Rundschau, 14.10.2015, Stefan Seitz


Es sind kleine Splitter, die sich zu flüchtigen Impressionen verbinden: ein geistiger Vorgang der „Übergabe“ von Wirklichkeit zu Fantasie, die sich mit den „Knochen“ der Vorstellung begnügt, denn „Wer will schon Fleisch“. Dabei gelingen schöne Momente von poetischer Kraft fern aller realistischen Nüchternheit und mit einer schwebenden Magie: „Im Weinberg wachsen Gedichte“ – das beschreibt Gefühle eher denn Erfahrungen, und es entwirft eine suggestive Stimmung. Daneben finden sich knappe Texte von hellwacher aphoristischer Sprachbetrachtung: „Jemanden in Gewahrsam nehmen, wie fein das nach Obhut und Fürsorge schmeckt.“

Badische Neueste Nachrichten, 09.11.2016, K.